LOS GEHT′S!

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„Einer der coolsten Momente als Teilnehmerin im Theaterlabor war für mich, als ich am Ende selbst auf der Bühne stand und gemerkt habe: da ist ein Publikum, das auf unsere Aufführung reagiert. Ein Publikum, das uns anschaut und sich mit dem auseinandersetzt, was wir tun.“ (Luzie B.)

 

Liebe Theaterfreund*innen,

„Wer zahlt die Zeche?“, fragt unser Spielzeitmotto, und wir wollen diese Frage einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Weil wir ein Theater im Ruhrgebiet sind, ist die Anspielung auf die Schließung der letzten Zeche Prosper Haniel in Bottrop nicht zu übersehen. Aber natürlich geht diese Frage noch weitaus tiefer: Vor 125 Jahren folgte ein einzelner Mensch dem Wunsch vieler Bürger*innen, ergriff die Initiative und ließ das Grillo-Theater als Theater für Essen bauen. Und heute? In diesen überall und schon immer zitierten „schwierigen Zeiten“ finanzieller und humanitärer Krisen, sogenannter „Flüchtlingswellen“, Radikalisierung der politischen Parteien und Fronten – welchen Wert haben Theater und Kultur heute noch? Welchen Wert haben sie für uns? Welchen für euch? Würden heute noch Bürger*innen ein Theater fordern, und würdet ihr für euer Theater auf die Straße gehen?

Das Grillo-Theater ist von jeher ein Theater für die Bürger*innen gewesen, und so müssen auch wir uns nicht nur Gedanken darüber machen, worüber wir, sondern auch zu wem wir sprechen. Deshalb fragen wir uns und euch: Was interessiert euch? Was wünscht ihr euch von eurem Theater? Was muss/soll/kann Theater leisten? Wann und wie wird es wertvoll für die Bürger*innen dieser Stadt? Und wie ist das mit unserem Bildungsauftrag? Was muss/soll/kann/darf kulturelle Bildung? Wem vermitteln wir was wie wo wann am besten? Und welchen Wert hat dieses Angebot?

Wir haben (noch) keine Antworten auf diese Fragen. Aber sie treiben uns um. Deshalb möchten wir diese Spielzeit in der Theaterpädagogik gerne nutzen, um mit euch darüber ins Gespräch zu kommen. Zu diskutieren. Zu streiten. Und vielleicht sogar Antworten zu finden. Dabei wollen wir uns nicht auf ein einzelnes Projekt beschränken, sondern diese Fragen als Ausgangsbasis für alle unsere Formate nutzen: Angefangen bei unserem neuen Kita-Projekt „Forschendes Theater“ über unser schulübergreifendes Projekt „Schools Connected“ bis hin zur Arbeit in den Bühnenprojekten werden wir die unterschiedlichsten Aspekte von „Wer zahlt die Zeche?“ beleuchten. Dazu wird es einen spielzeitübergreifenden Fragebogen geben, in dem wir uns mit dem materiellen und ideellen Wert unserer Formate auseinandersetzen. Starten werden wir unsere Recherche beim Theaterfest am 16. September 2017 am großen Sofa der Theaterpädagogik. Kommt vorbei, feiert mit uns und lasst uns gemeinsam über Kunst, Bildung und Wertigkeit philosophieren!
Wir freuen uns auf ein intensives und erlebnisreiches Jahr mit euch!

Esther Aust & Marguerite Windblut

PS: Hallo! Mein Name ist Marguerite Windblut. Ab der Spielzeit 2017/2018 bin ich neu im Theaterpädagogik-Team am Grillo und freue mich über die Maßen auf die Stadt, ihre Menschen und das Theater. Ich bringe aus meinen bisherigen beruflichen Stationen, dem Theater der Stadt Aalen und dem Theater Paderborn, vor allem den Schwerpunkt Theater für die und mit den Kleineren mit nach Essen. Auf eine aufregende und tolle erste Spielzeit mit euch!

 

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Die Anneliese Brost-Stiftung unterstützt die Arbeit der Theaterpädagogik am Schauspiel Essen.