Ruhrtriennale

Zwischen Welten

Ein Abend, drei Städte, drei junge Theaterkollektive
Eine Produktion der Ruhrtriennale in Kooperation mit dem Ringlokschuppen Ruhr, dem Schauspiel Essen und dem Schauspielhaus Bochum
Zwischen Welten – Essen:
„In Limbo – Zur Archäologie der Autobahnraststätte“
Ein Projekt von roda/born

In diesem Jahr ist die Ruhrtriennale mit ihrem Programm im Fegefeuer der Gegenwart angelangt, in einem Zwischenreich. „Zwischen Welten“ umfasst all das: Situationen von Umbruch, eine Zeit der Ungewissheit, eine Gesellschaft auf der Schwelle. Im Rahmen der Campustriennale Masterclass erhalten drei junge Theaterkollektive die Möglichkeit, diesen Themen nachzuspüren und ein eigenes Projekt unter professioneller Unterstützung zu entwickeln. In Kooperation mit Ringlokschuppen Ruhr, Schauspiel Essen, Schauspielhaus Bochum rief die Ruhrtriennale junge TheaterkünstlerInnen dazu auf, sich für die Teilnahme zu bewerben: Drei Gruppen entwickeln innerhalb von drei Wochen Uraufführungen im Rahmen einer Masterclass, unterstützt von international renommierten KünstlerInnen und DramaturgInnen.

Die ZuschauerInnen können sich auch in diesem Jahr auf spannende Stückentwicklungen und Projekte junger TheatermacherInnen freuen. Die Uraufführungen werden präsentiert an einem langen Theaterabend, der drei Städte und Orte miteinander verbindet – und das Publikum mitnimmt auf eine Reise „Zwischen Welten“.

 

17. und 18. September, jeweils 17:00 Uhr

Zwischen Welten – Ringlokschuppen Ruhr

„Gentrification – Vati muss nach Herne. Und Mutti muss nach Lichtenberg“
Leien des Alltags

Vier PerformerInnen, in Berlin Prenzlauer Berg beheimatet, haben die Gentrifizierung ihres Viertels hautnah miterlebt und kehren nach ihrer Ausbildung in den Prenzlauer Berg zurück – als Motor eben dieser Gentrifizierung? Die Leien des Alltags möchten diesen Zusammenhang hinterfragen und mit ihrem Wissen das Ruhrgebiet beraten. Denn wenn Gentrifizierung – dann doch für alle. Die Leien des Alltags, Nele Stuhler (ehemalige Teilnehmerin des Campustriennale College/Internationaler Festivalcampus) und Jan Koslowski, beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit dem Alltäglichen und Banalen, das sie theatral aufarbeiten, und zu ExpertInnen eines Themenbereichs werden. In „Gentifrication“ stehen sie gemeinsam mit den Theatermacherinnen Mirka Döring, Marlene Kolatschny, Anna Wille sowie Svenja Gassen auf der Bühne.
Von und mit:
Jan Koslowski , Nele Stuhler , Mirka Döring, Svenja Gassen, Marlene Kolatschny, Anna Wille
Dramaturgie: Sebastian Brohn, Vasco Boenisch

 

17. und 18. September, jeweils 19:00 Uhr

Zwischen Welten – Schauspiel Essen

„In Limbo – Zur Archäologie der Autobahnraststätte“
roda/born

Am Rand der Autobahn, irgendwo im Nirgendwo, zieht der technische Fortschritt an einem vorbei: an der Autobahnraststätte. Sie ist uns vertraut und gleichzeitig unwirklich. In ihrem immer gleichen Aufbau scheint sie stillzustehen, während sich um sie herum alles bewegt. Ein Ort, der inmitten des Fortschritts vergessen wurde. Im Zentrum Essens präsentieren die fünf Mitglieder des Kollektivs „roda/born“ die Ergebnisse ihrer Erkundungen auf den Autobahnraststätten des Landes, untersuchen die Spuren des weitergezogenen Lebens, das vor ihnen an der Raststätte war, und erzählen von denjenigen, für die die Raststätte ein Lebensmittelpunkt ist. „In Limbo“ zeigt uns die Raststätte als Heimat-, als sozialen und als religiösen Ort.
Das Theaterkollektiv roda/born besteht derzeit aus den TheatermacherInnen Isabel Gatzke, Maximilian Reichert, Joshua Wicke, Belle Santos, Benedikt Ellebrecht und Ran Chai Bar-zvi. Die Arbeit von roda/born ist geprägt von einem Interesse an der Poesie der Katastrophe, der Kunst der Wirklichkeit und dem Theater der Wissenschaften, an Glamour und dem Geräusch von Motoren.
Von und mit:
Ran Chai Bar-zvi, Emma Chernyholownia, Benedikt Ellebrecht, Isabel Gatzke, Maximilian Reichert, Belle Santos, Joshua Wicke
Dramaturgie: Jana Zipse, Jeroen Versteele

 

17. und 18. September, jeweils 21:00 Uhr

Zwischen Welten – Schauspielhaus Bochum

„Adolescence“
Larissa Bischoff, Ksenia Ravvina

Nicht mehr Kind, noch nicht erwachsen – die Pubertät ist eine Zwischen-Zeit der Extreme, des Alles oder Nichts. Larissa Bischoff und Ksenia Ravvina suchen gemeinsam mit den beiden Performerinnen Katja Cheraneva und Charlotte Petersen nach Spuren und Rhythmen einer unterschätzten Lebensphase, die in jedem von uns verborgen liegt. Der künstlerische Ansatz der Dramaturgin Larissa Bischoff (ehemalige Teilnehmerin des Campustriennale College/Internationaler Festivalcampus) und der Regisseurin Ksenia Ravvina zeichnet sich durch die Suche nach Räumen und Möglichkeiten aus, die zwischen Tanz und Schauspiel sowie Körper und Sprache liegen. Das internationale Team ergänzen die Performerinnen Katja Cheraneva und Charlotte Petersen sowie der Lichtdesigner Hendrik Borowski.
Von und mit:
Larissa Bischoff, Katja Cheraneva, Hendrik Borowski, Charlotte Petersen, Ksenia Ravvina
Dramaturgie: Olaf Kröck, Cathrin Rose, Tobias Staab

 

In Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung.
Eine Produktion der Ruhrtriennale in Kooperation mit Ringlokschuppen Ruhr, Schauspiel Essen, Schauspielhaus Bochum.
 

Kombitickets zu 15,00 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) für alle drei Veranstaltungen inkl. Bustransfer zwischen den Spielstätten ab Ringlokschuppen Ruhr sowie Einzeltickets zu 8,00 Euro (ermäßigt 4,00 Euro) für die jeweiligen Vorstellungen ohne Bustransfers sind im Online-Ticketshop der Ruhrtriennale unter www.ruhrtriennale.de erhältlich.
 

Die Ruhrtriennale wird gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Gesellschafter: Land Nordrhein-Westfalen und Regionalverband Ruhr.

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