Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse

nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Christine Nöstlinger

Wiederaufnahme in der Spielzeit 2016/2017 am 6. November 2016 in der Casa

Inszenierung
Henner Kallmeyer  
Bühne
Franziska Gebhardt  
Kostüme
Anne Koltermann  
Musik
Rezo Tschchikwischwili  
Dramaturgie
Carola Hannusch  
Konrad, ein siebenjähriger Junge
Silvia Weiskopf  
Berti Bartolotti, eine Frau in den besten Jahren, Mutter
Ingrid Domann  
Egon, ein Apotheker in den besten Jahren, Himmelblauer Mann
Thomas Büchel  
Briefträger, Himmelblauer Mann, Fabrikdirektor
Rezo Tschchikwischwili  
Herr Hase von der Stadtreinigung
Frank Legenbauer
Detlef Neuhaus
Detlef Rauh  

Hat sie dieses große Paket wirklich bestellt? Berti Bartolotti kauft zwar sehr gern ein, doch an diese Riesenbestellung kann sie sich beim besten Willen nicht erinnern. Andererseits ist bei der schrulligen Dame alles möglich. Also wird frisch ausgepackt. Im Karton steckt eine Konservenbüchse, in der wiederum Konrad steckt: ein Junge, der Elternherzen höher schlagen lässt. Denn er wurde von einer Firma als Traumkind programmiert – höflich, ehrlich, wohlerzogen. Und sowas soll Frau Bartolotti bestellt haben? Zweifelnd behält sie den Musterknaben und päppelt ihn mittels beigelegter Nährlösung auf. Berti hat so ihre Schwierigkeiten mit dem fürchterlich anständigen Konrad, der freiwillig ins Bett geht und keine Schokolade mag. Als jedoch die Familie, die Konrad in Wirklichkeit bestellt hatte, darauf besteht, ihr Wunschkind abzuholen, merkt Frau Bartolotti, dass sie den Jungen schon längst ins Herz geschlossen hat und ihn keineswegs zurückgeben möchte. Da gibt es nur eine Lösung: Aus dem Traumjungen muss ein Albtraum auf zwei Beinen werden, den kein Elternpaar freiwillig mitnehmen würde! Also macht sich Berti mit ihrem Freund, dem Apotheker Egon, und der Nachbarstochter Kitty an die Arbeit. Es wäre doch gelacht, wenn aus Konrad kein rotzfrecher Bengel werden würde …

Christine Nöstlingers Kinderbuchklassiker aus dem Jahre 1975 ist ein humorvolles Plädoyer für Nonkonformität, (zivilen) Ungehorsam und unkonventionelle Erziehungsmethoden. Unterschiedşlicher könnten sie kaum sein: hier die schrille, kinderlose Künstlerin, dort das genormte, optimal programmierte Vorzeigekind, hier der biedere Apotheker, dort das freche Nachbarsmädchen. Wie diese vier sich erst vorsichtig annähern und dann gemeinsam dafür kämpfen, dass Konrad nicht zu den Spießereltern muss, die sich einen Sohn nach Maß bestellt haben, ist eine äußerst unterhaltsame Geschichte über wahre Freundschaft, ungewöhnliche Familienmodelle und Toleranz.

Gefördert von der Anneliese Brost-Stiftung.

 

Auflösung des Programmheft-Rätsels
„Erkennst du Berti Bartolottis Wohnung wieder?“ – Das haben wir euch im Programmheft gefragt.
Hier findet ihr die Lösungen!:
PDF-Download
 

Titelfoto und Bilderstrecke: Martin Kaufhold

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