Cabaret

Musical von Fred Ebb (Gesangstexte) und John Kander (Musik)
Buch von Joe Masteroff
Deutsch von Robert Gilbert

Wiederaufnahme in der Spielzeit 2015/2016 am 17. Oktober 2015 im Grillo-Theater

Inszenierung
Reinhardt Friese  
Musikalische Leitung
Hajo Wiesemann  
Choreographie
Stephan Brauer  
Bühne
Günter Hellweg  
Kostüme
Annette Mahlendorf  
Dramaturgie
Vera Ring  
Conférencier
Jan Pröhl  
Clifford Bradshaw
Thomas Meczele  
Ernst Ludwig
Stefan Diekmann  
Fräulein Schneider
Ingrid Domann  
Herr Schultz
Rezo Tschchikwischwili  
Fräulein Kost
Marieke Kregel  
Sally Bowles
Janina Sachau  
Kit Kat-Girl Rosie
Eva Löser  
Kit Kat-Girl Helga
Stefanie Köhm  
Kit Kat-Girl Texas
Florentine Kühne  
Kit Kat-Girl Hildegard
Karen Müller  
Kit Kat-Boy Bobby
Philipp Nowicki  
Kit Kat-Boy Victor
Jan Rogler  
Kit Kat-Girl Fritzi, Gorilla-Mädchen
Miriam Anna Schwan  
Two Ladies
Stefanie Köhm
Miriam Anna Schwan  
Kit Kat-Band
Florian Esch
Natalie Hausmann
Alex Morsey
Evgeny Ring
Bastian Ruppert
Tobias Schütte
Hajo Wiesemann
Philipp Zdebel  

Die Nächte sind lang im Berlin der ausgehenden Zwanziger Jahre: Die Musik spielt bis in die frühen Morgenstunden, der Champagner fließt in Strömen, und die Mädchen sind schöner denn je. Leichter bekleidet übrigens auch: Glanz, Glamour, Dekadenz und Freizügigkeit haben Hochkonjunktur „Unter den Linden“. In zahllosen Nachtclubs und Kaschemmen tanzt, trinkt und feiert man den grauen Alltag hinweg, die Inflation, die Armut, die Arbeitslosigkeit und die Angst vor der Zukunft gleich mit. Keine Frage: Hier lässt es sich leben – wenn man Geld hat. Der junge, amerikanische Schriftsteller Cliff Bradshaw hat keines, aber dafür das Glück, sich schon auf der Reise nach Berlin mit dem sympathischen Ernst Ludwig anzufreunden. Der bringt ihn nicht nur bei der tatkräftigen Witwe Fräulein Schneider unter, sondern auch gleich am ersten Abend in den Kit Kat Klub, den „heißesten Platz von Berlin“. Hier lernt Cliff den Star der Show, die unwiderstehliche Nachtclub-Sängerin Sally Bowles, kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Und auch Cliffs Hauswirtin Fräulein Schneider findet in Herrn Schulz, dem schüchternen jüdischen Obsthändler, ein spätes Glück. Doch während in der kleinen Pension am Nollendorfplatz der Himmel noch voller Geigen hängt, ziehen über Deutschland dunkle Wolken auf …

1929 kam der britische Schriftsteller Christopher Isherwood nach Berlin – und war fasziniert von der brodelnden Atmosphäre der noch jungen Republik, die zwischen Weltwirtschaftskrise und Machtergreifung der Nazis geprägt war von Unterhaltungsindustrie und Vergnügungssucht, von sozialen Spannungen und politischer Gewalt. Seine Tagebuchskizzen wurden unter dem Titel „Goodbye to Berlin“ veröffentlicht und als Vorlage des Musicals „Cabaret“ weltberühmt. 1966 am New Yorker Broadway uraufgeführt, gewann das Musical acht amerikanische „Theater-Oscars“, die Tony-Awards; die Filmversion mit Liza Minnelli zog 1972 mit acht „echten“ Oscars nach.

 

In Kooperation mit der Folkwang Universität der Künste und mit freundlicher Unterstützung der GENO BANK ESSEN.
 

Titelfoto und Bilderstrecke: Birgit Hupfeld

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