125 Jahre Grillo-Theater

Theaterbauten im Kaiserreich

Von Kiel bis Freiburg i. Br., von Rostock bis Essen: Heinrich Seeling (1852–1932) und sein Werk
Vortrag mit Dr. Irmhild Heckmann (Universität Passau)
Eine Kooperation zwischen dem Schauspiel Essen, dem Bund Deutscher Architekten und dem Forum Kunst & Architektur.

Das vorletzte Jahrhundert hatte sich Bildung für breite Bevölkerungsschichten auf die gesellschaftspolitischen Fahnen geschrieben. Deswegen entstanden zunehmend seit Mitte des Jahrhunderts öffentliche Bibliotheken, Museen und vor allem auch bürgerliche Theater. Um 1900 erlangte der Berliner Architekt Heinrich Seeling neben dem Wiener Architekturbüro Fellner & Helmer und dem Münchner Bauunternehmen Heilmann & Littmann einen bekannten Namen als Theaterbauspezialist über die Grenzen des Deutschen Kaiserreiches hinaus. Der von ihm geprägte Typus des Drei-Sparten-Hauses beeinflusste die Theaterbaukultur mehr als ein halbes Jahrhundert.

In vielen nationalen und internationalen Wettbewerben konnte sich Seeling gegen damals namhafte Konkurrenten durchsetzen. Er lieferte Entwürfe für Krefeld, Stockholm, Kiew oder Umbau- und Erweiterungspläne für das Berliner Opernhaus und realisierte 13 Theaterneubauten, darunter auch das Grillo-Theater in Essen. Sein Entstehen verdankte es dem großzügigen Engagement des Industriellen Friedrich Grillo.

Über die wechselvolle Baugeschichte des Grillo-Theaters hinaus werden weitere Themen sein: der bis dahin nie gekannte und auch nach dem 2. Weltkrieg nie wieder erreichte Theaterbauboom des vorletzten Jahrhunderts und das Schicksal dieser Theater nach dem 2. Weltkrieg.

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