Politischer Salon Essen

Der POLITISCHE SALON Essen – gegründet bereits im Jahr 2008 – wurde in der Saison 2013/2014 erfolgreich neu gestartet. Und auch in der neuen Spielzeit steht das Format wieder im Programm.

Wie wollen wir leben? In einer Zeit, in der uns globale Risiken und Nöte wieder und wieder die Grenzen unseres Planeten aufzeigen? Schlagworte wie Wirtschafts- und Finanzkrise, Klimawandel, Verknappung an Wasser, Nahrungsmitteln und landwirtschaftlicher Fläche, Flüchtlingsströme, zunehmende Ungleichheiten zwischen Arm und Reich weltweit sowie in den Ländern Europas begegnen uns täglich in den Medien – die Herausforderungen an eine funktionierende Nachhaltige Entwicklung steigen. Der POLITISCHE SALON Essen möchte Sie über diese Fragen informieren und mit Ihnen zukunftsfähige Perspektiven und Alternativen zu unseren jetzigen gesellschaftlichen Werten und politischen Entscheidungen diskutieren, neue Wege des Erwerbslebens und ungewöhnliche Lebensstilen aufzeigen. Wir wollen Anstöße für global verantwortliches Denken und Handeln geben und Vernetzungen anregen. Nur wenn Akteure aus allen gesellschaftlichen Bereichen zusammenarbeiten, sind wir den anstehenden Veränderungen gewachsen und kann das Ruhrgebiet einen Beitrag zu einer gerechten Transformation der Gesellschaft leisten.

Veranstalter: Steuerungsgruppe der Stadt Essen und das Netzwerk Faire Metropole Ruhr

 

Montag, 20. Februar 2017, 20:00 Uhr, Café Central International

„Ich kaufe, also bin ich. Konsum und die globalen Auswirkungen in einer wachstumsorientierten Gesellschaft“

Eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN lautet „Verantwortungsvoller Konsum und Produktion“. Daraus ergibt sich die Frage, wie sich jede*r Einzelne über Konsum identifiziert und welche Verantwortung für unser Handeln daraus erwächst. Denn unser Konsumverhalten wirkt sich negativ auf die Produktions- und Lebensbedingungen in den Ländern aus, in denen die Waren häufig unter Inkaufnahme von Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung hergestellt werden.

Schnäppchenaktionen wie “Schwarzer Freitag” und „Fast Fashion“, also schneller Wechsel von Kollektionen, sind zwei Trends, um Menschen ständig zum billigen Neukauf zu animieren. Viele machen diesen mit, nachhaltig sind sie kaum. Der private Konsum gilt jedoch für Konjunkturprognosen als der notwendige Motor im globalisierten Wirtschaftskreislauf, auf dem Wachstum, Produktionssteigerung und Wohlstand beruhen.

Nachhaltige Wirtschaftskonzepte und gesellschaftliche Gegenbewegungen wie der Postwachstums-Ansatz, die Transition-Town-Bewegung oder Repair-Cafés existieren. Im Gespräch mit Expert*innen betrachten wir, ob Wachstum in einer globalisierten Wirtschaft ein unumstößliches Paradigma ist, wie alternative Handlungsansätze das bestehende Wirtschaftssystem verändern würden und ob Konsumverzicht oder Upcycling zu mehr Lebensqualität und Gemeinwohl führen. Schließlich geht es um die Frage, wie das Konsumverhalten zu größerer Gerechtigkeit in den Produktionsländern führt.

Die Gäste:

  • Dr. Torsten Schmidt, Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, Essen, stv. Bereichsleiter Wachstum, Konjunktur und öffentliche Finanzen
  • Dana Giesecke, Stiftung FUTURZWEI, Berlin, Wissenschaftliche Leiterin
  • Hannah Fischer, Eine Welt Netz NRW, Münster, Promotorin für Junges Engagement

Moderation:
Kay Bandermann, Wirtschaftsjournalist

Zum Einstieg lesen Floriane Kleinpaß und Ines Krug Szenen aus dem Stück „Umständliche Rettung“ von Martina Clavadetscher (Uraufführung am 28. April 2017, 19:00 Uhr, in der Casa des Schauspiel Essen).

Veranstalter: EXILE-Kulturkoordination e.V.

 

Der Eintritt beim POLITISCHEN SALON ist frei.
Kostenlose Zählkarten erhalten Sie im TUP-TicketCenter, II. Hagen 2.
 

Termine in der Spielzeit 2016/2017:
26. September, 28. November 2016; 20. Februar, 8. Mai, 26. Juni 2017, Café Central International
 

Mehr Infos unter www.facebook.com/PolitischerSalon

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