Politischer Salon Essen

Der POLITISCHE SALON Essen – gegründet bereits im Jahr 2008 – wurde in der Saison 2013/2014 erfolgreich neu gestartet. Und auch in der neuen Spielzeit steht das Format wieder im Programm.

Wie wollen wir leben? In einer Zeit, in der uns globale Risiken und Nöte wieder und wieder die Grenzen unseres Planeten aufzeigen? Schlagworte wie Wirtschafts- und Finanzkrise, Klimawandel, Verknappung an Wasser, Nahrungsmitteln und landwirtschaftlicher Fläche, Flüchtlingsströme, zunehmende Ungleichheiten zwischen Arm und Reich weltweit sowie in den Ländern Europas begegnen uns täglich in den Medien – die Herausforderungen an eine funktionierende Nachhaltige Entwicklung steigen. Der POLITISCHE SALON Essen möchte Sie über diese Fragen informieren und mit Ihnen zukunftsfähige Perspektiven und Alternativen zu unseren jetzigen gesellschaftlichen Werten und politischen Entscheidungen diskutieren, neue Wege des Erwerbslebens und ungewöhnliche Lebensstilen aufzeigen. Wir wollen Anstöße für global verantwortliches Denken und Handeln geben und Vernetzungen anregen. Nur wenn Akteure aus allen gesellschaftlichen Bereichen zusammenarbeiten, sind wir den anstehenden Veränderungen gewachsen und kann das Ruhrgebiet einen Beitrag zu einer gerechten Transformation der Gesellschaft leisten.

Veranstalter: Steuerungsgruppe der Stadt Essen und das Netzwerk Faire Metropole Ruhr

 

Montag, 26. September 2016, 20:00 Uhr, Café Central International

Globale Migration: Menschenrechte wahren und Lebensperspektiven schaffen.

Der Trend gilt weltweit: Seit den 80er-Jahren wächst die Zahl der Migranten*innen. Damit einher geht ein sich verstärkender Kreislauf des Geldes und das Kommen und Gehen von Menschen.
Wozu führt Auswanderung und das rückfließende Geld in den Heimatländern? Rücküberweisungen von Migranten*innen in ihre Heimatländer übersteigen schon heute die Summe der offiziellen Entwicklungshilfe aller Mitgliedsländer der OECD. Sind die Investitionen durch Rücküberweisung nachhaltig? Welche anderen Möglichkeiten hat man um seine Familie zu unterstützen? Wie schwierig gestaltet sich eventuell die eigene Rückkehr?

Eine Rückkehr in Würde und Frieden setzt die Bereitwilligkeit des Herkunftslandes voraus, die Wiedereingliederung der eigenen Bevölkerung zu ermöglichen. Nach einem Konflikt ist es auch Aufgabe der internationalen Gemeinschaft Hilfe zu leisten, die nötige Stabilität und die bestmöglichen Bedingungen für eine Rückkehr ins Heimatland sicher zu stellen.

In der Veranstaltung beleuchten wir, wie wichtig die Verbindung zwischen den Welten für das Überleben und die Entwicklung in den Herkunftsländern der bei uns lebenden Migrant*innen ist. Wie können die Versprechen der Agenda 2030 bezüglich der Förderung globaler Partnerschaft umgesetzt und eine verantwortungsvolle Form der Migration gefördert werden? Gelingt es damit, einen Beitrag zur Verringerung der Ungleichheit zwischen und in den Ländern der Welt zu leisten?

Diese Themen und Fragen diskutieren wir vor dem Hintergrund der aktuellen Fluchtbewegungen und aus Sicht hier lebender Menschen mit Migrationshintergrund.

Es diskutieren:
• Dr. Sabine Ferenschild, Südwind (Institut für Ökonomie und Ökumene)
• Kofi Ernest Ampadu, Ghana Council NRW e.V.
• Prof. Dr. Dirk van den Boom, Micado Migration GmbH
• Dr. Médard Kabanda, Fernuniversität Hagen
Moderation: Christine Kostrzewa, Medienbüro Essen

Axel Holst aus dem Ensemble des Schauspiel Essen liest aus Christian Lollikes „Die lebenden Toten oder: Monster of Reality“ (Premiere am 4. März 2017 in der Casa des Schauspiel Essen)

Veranstalter: EXILE-Kulturkoordination e.V.

 

Montag, 28. November 2016, 20:00 Uhr, Café Central International

“Was glaubst du denn?” – Über das Zusammenleben der Religionen

Welche Rolle spielt die Religion, wenn Menschen unterschiedlicher Kultur aufeinander treffen? Glaubensgemeinschaften können die Unterschiedlichkeit betonen und radikale Tendenzen fördern, sie können aber auch das friedliche Miteinander gestalten. Wir wollen mit Christen, Muslimen und Konfessionslosen diskutieren, welche Rolle der Glaube in unserer Gesellschaft spielt. Sollte religiöse Erziehung Privatsache sein oder ist der Religionsunterricht an Schulen ein wichtiger Bestandteil der Bildung? Wie kommen die unterschiedlichen Religionen miteinander ins Gespräch? Geht es beim interreligiösen Dialog auch darum, den Gesprächspartner vom eigenen Glauben zu überzeugen? Neben politischen und theologischen Fragen wollen wir an diesem Abend über die praktischen Erfahrungen im Zusammenleben der Religionen im multikulturellen Ruhrgebiet sprechen.

Zum Einstieg zeigt die Schauspielerin Stephanie Schönfeld Szenen aus dem Stück „Ichglaubeaneineneinzigengott.“ (Premiere am 1. Oktober 2016, 19:00 Uhr, in der Box des Schauspiel Essen).

Gäste:
• Michaela Langenheim, evangelische Pfarrerin und Delegierte im Initiativkreis Religionen in Essen
• Nigar Yardim, islamische Theologin und Dozentin bei der DITIB-Begegnungsstätte Duisburg-Marxloh
• Dr. Detlef Schneider-Stengel, Referent für den Interreligiösen Dialog im Bistum Essen
• Heiko Heckes, Vizepräsident des Humanistischen Verbandes NRW
• N.N. Vertreter der christl.-Islamischen Gesellschaft Deutschland (angefragt)

Veranstalter:
GMÖ – Gemeindedienst für Mission und Ökumene, Ev. Kirche im Rheinland
EXILE-Kulturkoordination e.V.

 

Der Eintritt beim POLITISCHEN SALON ist frei.
Kostenlose Zählkarten erhalten Sie im TUP-TicketCenter, II. Hagen 2.
 

Termine in der Spielzeit 2016/2017:
26. September, 28. November 2016; 20. Februar, 8. Mai, 26. Juni 2017, Café Central
 

Mehr Infos unter www.facebook.com/PolitischerSalon

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