Lesart: Aktuelle Sachbücher in der Diskussion

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur, der Buchhandlung Proust und der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

In der Reihe „Lesart“ präsentieren und diskutieren renommierte Autoren und Kritiker vor Publikum aktuelle Sachbuch-Neuerscheinungen auf dem deutschen Buchmarkt. Die Veranstaltungen werden in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur der Buchhandlung Proust, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und dem Schauspiel Essen jeweils dienstags im Café Central durchgeführt. Jede Ausgabe der „Lesart“ wird aufgezeichnet und am jeweils folgenden Samstag vom Deutschlandfunk Kultur gesendet.

 

Nächtste Veranstaltung: Dienstag, 27. Juni 2017, 20:00 Uhr, Grillo-Theater, Café Central International:

Wenn sich alles verändert. Der politische Kampf um Komfortzonen

„Wir müssen Europa von Grund auf erneuern“, davon ist Ulrike Guérot fest überzeugt. Die Politikwissenschaftlerin ist zu Gast bei der nächsten „Lesart“ am Dienstag dem 27. Juni ab 20 Uhr im Café Central International des Grillo-Theaters. Neben Ulrike Guérot sitzen außerdem Felix Ekardt, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Rostock, WAZ-Kulturchef Jens Dirksen und Moderator Christian Rabhansl vom Deutschlandfunk Kultur auf dem Podium. Ihr Thema bei dieser Sendeaufzeichnung, die erneut vom Deutschlandfunk Kultur in Kooperation mit der Buchhandlung Proust, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und dem Schauspiel Essen durchgeführt wird, lautet „Wenn sich alles verändert. Der politische Kampf um Komfortzonen“.

In ihrem im Mai erschienenen Buch „Der neue Bürgerkrieg. Das offenen Europa und seine Feinde“ konstatiert Ulrike Guérot, die Gründungsdirektorin des European Democracy Labs an der European School of Governance in Berlin und seit 2016 Professorin und Leiterin des Departments für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität Krems in Österreich, dass Europa tief in der Krise steckt. Die von den Rechtspopulisten angestrebte Rückkehr zu nationalstaatlicher Konkurrenz könne ihrer Meinung nach allerdings nicht die Lösung sein. Dagegen plädiert sie für einen radikalen Neuanfang: „Dem gemeinsamen Markt und der gemeinsamen Währung muss endlich eine gemeinsame europäische Demokratie folgen. Nur so können wir das weltoffene Europa bewahren, das die Mehrheit der Europäer nach wie vor will.“

Mit dem Thema Wandel und Veränderung im Allgemeinen beschäftigt sich Felix Ekardt, Gründer und Leiter der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik in Leipzig und Berlin. In seinem aktuellen Buch „Wir können uns ändern. Gesellschaftlicher Wandel jenseits von Kapitalismuskritik und Revolution“ versucht er, den gesellschaftlichen Wandel als Phänomen zu verstehen, und er will aufzeigen, inwieweit Wandel bewusst herbeigeführt werden kann, sei es beim Einzelnen oder kollektiv in Gesellschaften. Sein Credo lautet: „Veränderung versteht, wer die Antriebe menschlichen Verhaltens versteht. Und Gesellschaften versteht, wer einzelne Menschen versteht.“

 

Gäste:

- Ulrike Guérot, Universitätsprofessorin für Europapolitik und Demokratieforschung an die Donau-Universität Krems, mit ihrem Buch Der neue Bürgerkrieg. Das offenen Europa und seine Feinde Ullstein Streitschrift. Mai 2017

- Prof. Felix Ekardt, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Rostock, mit seinem Buch Wir können uns ändern. Gesellschaftlicher Wandel jenseits von Kapitalismuskritik und Revolution oekom Verlag. 2017

- Jens Dirksen, Kulturchef der WAZ

Moderation:
Christian Rabhansl, Deutschlandfunk Kultur

Ausstrahlung der Sendung: 1. Juli 2017,11:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

Eintritt: 8,00 Euro.
Kartenvorverkauf:
TUP-TicketCenter, Tel.: 0201/81 22-200, oder in der Buchhandlung Proust, Tel. 0201/ 839 68 40.

 

Weiterer Lesart-Termin bis Ende 2017:
24. Oktober 2017, 14. November 2017, 12. Dezember 2017

 

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