Tschick

von Wolfgang Herrndorf
Bühnenfassung von Robert Koall
Für Jugendliche ab 14 Jahren

Wiederaufnahme in der Spielzeit 2015/2016 am 6. Oktober 2015 in der Casa

Konzeption
polasek&grau  
Inszenierung
Jana Milena Polasek  
Bühne
Stefanie Grau  
Kostüme
Natalia Nordheimer  
Dramaturgie
Marc-Oliver Krampe  
Tschick
Alexey Ekimov  
Maik
Tobias Roth  
Isa
Silvia Weiskopf  

Selten schafft es der wohlstandsverwahrloste Maik, die Wahrnehmungsschwelle seiner Klassenkameraden auch nur ansatzweise zu erreichen – wenn man mal davon absieht, dass diese ihm irgendwann den unrühmlichen Spitznamen „Psycho“ verliehen haben. Doch selbst dieses unerwartete bisschen Aufmerksamkeit war nur von kurzer Dauer. Maik ist und bleibt ein langweiliger Nerd. Das endgültige gesellschaftliche Abseits droht ihm, als er von Schulschönheit Tatjana nicht zu deren Geburtstag eingeladen wird, der definitiv wichtigsten Party der Saison. Es läuft also alles nicht so gut. Bis Tschick, der lässige Assi aus Russland, neu in die Klasse kommt. Der trägt kaputte Klamotten und fällt im Unterricht schon mal betrunken vom Stuhl. Was Maik mit Tschick in diesem Sommer erlebt, stellt jede noch so coole Party dieser Welt in den Schatten: ein geklauter schrottreifer Lada, 200 Euro, keine Handys, keine Landkarte und ab in die Walachei. Offroad. Gewitter über dem Weizenfeld. Plötzlich riecht alles nach Abenteuer und die Freiheit scheint grenzenlos …

Wie ein Roadmovie erzählt Wolfgang Herrndorfs Roman von Ausbruch, intensivem Leben und seltsamen Begegnungen, von jugendlichem Leichtsinn und vom Schmerz und der Schönheit des Erwachsenwerdens. Wolfgang Herrndorf, geboren 1965, studierte Malerei in Nürnberg. Er arbeitete als Illustrator und Autor unter anderem für die Satirezeitschrift „Titanic“. Für den Roman „Tschick“ erhielt er 2011 den Clemens Brentano Preis und den deutschen Jugendliteraturpreis. Mittlerweile wird „Tschick“ an mehr als 30 Theatern in Deutschland, ­Österreich und der Schweiz gespielt.

Jana Milena Polasek studierte deutsche und italienische Literaturwissenschaften in München und Rom. Schon während des Studiums absolvierte sie Regiehospitanzen am Residenztheater in München bei Elmar Goerden und Thomas Langhoff. Nach dem Studium ging sie als Regieassistentin zunächst ans Staatstheater Nürnberg, dann ans Schauspielhaus Zürich, wo ihre erste eigene Inszenierung, „Leonce und Lena“ nach Georg Büchner, entstand. 2011 erarbeitete sie freie Theaterprojekte in München und Zürich, wirkte mit beim „Dong Xuan Festival“ am HAU in Berlin und nahm am Heidelberger Stückemarkt 2011 teil. In der Spielzeit 2011/2012 war sie Regieassistentin am Maxim Gorki Theater in Berlin. Hier arbeitete sie u. a. zusammen mit Armin ­Petras und Antú Romero Nunes. Parallel dazu zeigte sie eigene Arbeiten bei den Autorenfestivals „Stadt der Zukunft“ in Karlsruhe (2011) und „STÜCK AUF!“ am Schauspiel Essen (2012) sowie mit dem Jugendclub des Maxim Gorki Theaters (2012). Im Mai 2013 feierte ihre Inszenierung des Romans „Ich nannte ihn Krawatte“ von ­Milena Michiko Flašar am Maxim Gorki Theater Premiere.

 

Titelfoto und Bilderstrecke: Birgit Hupfeld

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