Jede Menge Kohle
Eine Aussteigerkomödie
Nach dem Film von Adolf Winkelmann
Bühnenfassung von Caroline Stolz und Carola Hannusch
Premiere im Grillo-Theater
2. Oktober 2010, 19:30 Uhr
- Inszenierung
- Caroline Stolz
- Bühne und Kostüme
- Lorena Díaz Stephens
Jan Hendrik Neidert - Musikalische Leitung und Einstudierung
- Henning Beckmann
- Dramaturgie
- Carola Hannusch
- Katlewski
- Jörg Malchow
- Ulli
- Silvia Weiskopf
- Ilse Grüten
- Ingrid Domann
- Hermann Grüten
- Sven Seeburg
- Betty, Hausmeisterin, Alberne Pute, Moni, Frau Bierich
- Lisa Jopt
- Bruno, Torte, Walter, Lewandowsky, Uwe
- Jan Pröhl
- Alfons, Linker Mann, Lollo, Sparkassenangestellter, Hannes, Klaus
- Jens Ochlast
- Rechter Mann, Rentner mit Pudel, Pförtner, Herr Schultze-Bergkamen
- Rezo Tschchikwischwili
Katlewski kommt nach oben. Zwei Wochen ist der Bergmann unter Tage von Recklinghausen nach Dortmund gegangen. Jetzt will er alles hinter sich lassen. Er trifft Ulli, und sie bringt ihn gleich in ihrem Minizimmer unter. Ihr Vermieter Hermann Grüten findet das nicht in Ordnung, die stellvertretende Hausmeisterin noch viel weniger. Gott sei Dank ist da noch Hermanns Frau Ilse, die aufziehenden Ärger mit Nudelsalat fachmännisch im Keim zu ersticken weiß.
Katlewskis Neuanfang steht wie so häufig das Geld im Wege: Die Schrankwandidylle mit seiner Exfrau ist zwar Geschichte, die Schulden, die er dafür gemacht hat, sind aber keineswegs verjährt. Da hilft nur eins: Arbeit! Fahrer, Pförtner, Kellner – Katlewski kommt nirgendwo klar.
Arbeit und Aussteigen passen einfach nicht zusammen. Sieht Ulli auch so. Doch plötzlich winkt “Jede Menge Kohle” ...
Der 1981 erschienene Film “Jede Menge Kohle” ist Teil einer Ruhrgebietstrilogie, in der Regisseur Adolf Winkelmann das Ruhrgebiet urkomisch und liebevoll zugleich porträtiert. Von der neugierigen Nachbarin mit Kissen im Fenster bis zum wortkargen Kumpel am Tresen: Winkelmann spielt mit Klischees, kratzt an alten Mythen und erfindet neue, wettert gegen Spießertum und Kleinbürgerei und erzählt doch warmherzig und mit ungeheurer Lakonie von der Identitätssuche und den Sehnsüchten der Menschen in einer Region im Wandel.
Die Filme des 1946 in Westfalen geborenen Filmregisseurs und -produzenten wurden vielfach ausgezeichnet (“Jede Menge Kohle” erhielt 1981 den Bundesfilmpreis in Silber; der Fernsehfilm “Contergan” wurde u. a. mit der Goldenen Kamera und dem deutschen Fernsehpreis 2008 geehrt). Für die Eröffnung des “Dortmunder U” als Kulturfabrik im Mai 2010 hat Adolf Winkelmann die Filminstallation “Fliegende Bilder” geschaffen.
















