Der Fall der Götter

nach dem Film „Die Verdammten“ von Luchino Visconti
Für die Bühne übersetzt und bearbeitet von Hans Peter Litscher

Premiere am 21. April 2018 im Grillo-Theater

Inszenierung
Jan Neumann  
Bühne
Cary Gayler  
Kostüme
Nini von Selzam  
Musik
Thomas Osterhoff  
Dramaturgie
Carola Hannusch  
Erzähler; Joachim von Essenbeck
Jens Winterstein  
Konstantin, sein Sohn
Jan Pröhl  
Elisabeth, Joachims Nichte
Floriane Kleinpaß  
Herbert Thalmann, ihr Mann und Vizepräsident der Essenbecker Stahlwerke
Thomas Büchel  
Sophie von Essenbeck, Joachim von Essenbecks Nichte und Witwe seines ältesten Sohnes
Ines Krug  
Martin, ihr Sohn
Alexey Ekimov  
Friedrich Bruckmann, einer der Direktoren der Essenbecker Stahlwerke und Sophies Liebhaber
Stefan Migge  
Obersturmbannführer von Aschenbach, Cousin von Joachim von Essenbeck
Stefan Diekmann  
Günther, Konstantins Sohn
Philipp Noack  
Mitglieder der Gestapo und Reichswehr, Angestellte im Hause von Essenbeck etc.
Statisterie  

Baron von Essenbeck, Familienoberhaupt und Stahlwerkchef, feiert gerade seinen Geburtstag im Kreise der Familie, als die Nachricht vom Reichstagsbrand eintrifft. Der greise Patriarch reagiert sofort: Um sein Unternehmen zu sichern, ernennt er seinen Sohn Konstantin, Mitglied der SA und überzeugter Nationalsozialist, zu seinem Stellvertreter. Doch Sophie, die Witwe seines ältesten, im Krieg gefallenen Sohnes, verfolgt mit ihrem Liebhaber Friedrich Bruckmann und dem SS-Mann Aschenbach andere Pläne: Sie wollen die Führung der Essenbeck-Werke an sich reißen. Der alte Baron wird ermordet – und Sophies Sohn Martin erbt das Unternehmen. Wunschgemäß ernennt der labile und stark auf seine Mutter fixierte junge Mann daraufhin Friedrich zum Vorsitzenden. Dieser und Sophie scheinen am Ziel ihrer Träume, doch weder nimmt Konstantin seine Demontage untätig hin, noch liegt Obersturmbannführer Aschenbach wirklich etwas am Aufstieg Friedrichs. Und so geraten alle Beteiligten im leidenschaftlichen Kampf um Erhalt und Sicherung des Familienunternehmens und persönliche Machtansprüche in einen vernichtenden Strudel aus Intrigen, Hass und Verletzungen, den die meisten von ihnen mit dem Leben bezahlen werden.

Luchino Visconti zeigt in seinem Film „Die Verdammten“ aus dem Jahr 1969 in opulenten Bildern den Verfall einer deutschen Industriellenfamilie zu Zeiten des Nationalsozialismus. Pate für die von Essenbecks und ihr gleichnamiges Stahlwerk stand die Essener Krupp-Dynastie, deren Wirken bis heute prägend für das Ruhrgebiet ist. Der Aufstieg des Familienunternehmens ist ein schillerndes Exempel wirkungsvoller Unternehmensstrategie; nicht minder schillernd waren die einzelnen Familienmitglieder der Krupps. Verrat und Gewalt, Eifersucht und Mord sind die Ingredienzen dieses Meisterwerkes, das eine scharfe Analyse dekadenten Großbürgertums leistet und gleichzeitig „großes Kino“ ist – auch auf der Bühne.

 

Gefördert von der Kulturstiftung Essen.
 

Matinee am 15. April 2018, 11:15 Uhr, Café Central International, Eintritt frei
 

Titelmotiv: sputnic – visual arts; Foto: Philip Lethen
 

Das Programm der Jubiläumsspielzeit 2017/2018:
PDF-Download
Spielzeitheft zum Blättern
 

Wenn Sie sich den Geburtstagssong “125 Jahre Grillo-Theater” der Hamburger Kultband Tante Polly anhören oder downloaden möchten, dann folgen Sie bitte diesem Link

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