Alles ist erleuchtet

nach dem Roman von Jonathan Safran Foer
Deutsch von Dirk van Gunsteren
Bühnenfassung von Thomas Ladwig und Jana Zipse

Wiederaufnahme in der Spielzeit 2015/2016 am 25. Oktober 2015 in der Casa

Inszenierung
Thomas Ladwig  
Bühne
Ulrich Leitner  
Kostüme
Anita Könning  
Dramaturgie
Jana Zipse  
Jonathan, Safran
Jan Pröhl  
Alex, Kolker
Nico Link  
Großvater, Jankel
Rezo Tschchikwischwili  
Augustine, Brod, Zigeunermädchen
Janina Sachau  
Sofiowka, Kellner, Astronaut, Feldarbeiter, Soldat, Doktor
Jens Winterstein  

Der junge jüdisch-amerikanische Schriftsteller Jonathan Safran Foer macht sich in der Ukraine auf die Suche nach der Frau, die seinen Großvater 1942 vor den Nazis gerettet haben soll. Als Dolmetscher engagiert er den Ukrainer Alex. Der will seine Sache besonders gut machen – immerhin arbeitet auch er gerade an einem Roman –, allerdings entstammen seine „erstklassigen“ Englischkenntnisse dann doch eher dem Selbststudium und nicht zuletzt seiner Liebe zur amerikanischen Popkultur. Als Chauffeur fungiert Alex’ Großvater, nach eigener Auskunft blind und ganz offenbar völlig orientierungslos. Die abenteuerliche Reise des ungleichen Trios führt sie quer durch die Ukraine und in so manche absurde Situation. Missverständnisse sind vorprogrammiert: Dass beispielsweise Jonathan als Vegetarier kein Fleisch anrührt, können Alex und sein Großvater ja noch halbwegs akzeptieren – dass er aber noch nicht einmal Wurst essen möchte, stößt bei ihnen auf völliges Unverständnis. Als die drei Männer auf eine Frau treffen, die das Ziel ihrer Suche sein könnte, zeigt sich, dass das Schicksal des Großvaters unauflösbar mit dem von Jonathans Familie verknüpft ist. Der alte Mann stellt sich den Gespenstern seiner Vergangenheit, um seinem Enkel den Weg in die Zukunft zu ebnen …

In seinem Debüt-Roman „Alles ist erleuchtet“ (2002) begibt sich Jonathan Safran Foers fiktives Alter Ego auf die Spur seiner im Holocaust verfolgten Vorfahren und schließt dabei eine Freundschaft, die Grenzen überschreitet. Gemeinsam schreiben die beiden ungleichen Literaten ihre Familiengeschichte(n) weiter: Geschichten von Liebe und Krieg, Vertrauen und Verrat, in denen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verschmelzen.

 

Titelfoto und Bilderstrecke: Birgit Hupfeld

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