reTURN

Inszenierung und Choreografie: Jelena Ivanovic
Mit: Yara Eid, Silvia Weiskopf

Premiere am 17. Dezember 2016 in der Box

Jeder Schritt ist ein Wagnis, sei er auch noch so klein. Wir setzen unsere Füße sehr vorsichtig auf diesen fremden Boden, als wäre er aus Glas. Selbst der kürzeste Weg gleicht einer Fahrt ins Ungewisse. Unser Körper atmet nur noch ganz flach und leise, und der Kopf verschwindet tief zwischen den eingesunkenen Schultern.

Die Tanztheaterproduktion „reTURN“ erzählt, anlehnend an den Roman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ von Sasa Stanisić, die Geschichte eines Menschen in der Fremde – aus der Sicht eines Körpers, den man mit Gewalt verpflanzt hat, der zwischen Gestern und Heute hin und her gerissen ist und dabei seine eigentliche Richtung verloren hat. Und der trotz oder wegen seiner Bewegungs- und Orientierungslosigkeit beginnt zu verstehen, wer er ist und wer er war. Unter der zentralen Fragestellung, was Heimat für das geistige und das physische Ich bedeuten kann, setzen sich Regisseurin und Choreografin Jelena Ivanovic, die Schauspielerin Silvia Weiskopf aus dem Ensemble des Schauspiel Essen und die Tänzerin Yara Eid in „reTURN“ mit der Beziehung zwischen der Identität eines Menschen und seiner Körpersprache auseinander.

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Silvia Weiskopf bei „nicht brennen“ beendet Jelena Ivanovic mit „reTURN“ eine Trilogie, die sie 2005 begann und in der sie sich mit der Zerrissenheit zwischen alter und neuer Heimat auseinandersetzt.

„reTURN“ ist eine Koproduktion des Ivanovic-Clans mit dem Schauspiel Essen und wird unterstützt vom Kulturbüro der Stadt Essen, der AllbauStiftung und der G.D. Baedeker Stiftung Essen.

Mit: Yara Eid, Silvia Weiskopf
Inszenierung und Choreografie: Jelena Ivanovic

 

Das Team:

Jelena Ivanovic
Die Tänzerin und Choreografin Jelena Ivanovic erhielt ihre Tanzsaubildung an dem Tanzgymnasium Essen-Werden sowie den Hochschulen für Darstellende Künste in Frankfurt (D) und Arnheim (NL).
2000 gewann sie den Förderpreis für Nachwuchstänzer der Kulturstiftung NRW und ein damit verbundenes Stipendium in New York.
Nach verschiedenen Engagements als Tänzerin an Stadt- und Staatstheatern (Dresden, Essen, Gelsenkirchen, Rostock, Braunschweig) und in internationalen Tanzprojekten (New York, Holland, Italien, Deutschland) gründete sie 2005 ihre eigene Company: Ivanovic-Clan.
Seither hat sie mehrere abendfüllende Tanzproduktionen choreographiert, und ihre Stücke wurden auf internationalen Tanzfestivals in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Kroatien, Tschechien und Ungarn gezeigt.
Seit 2007 leitet sie zusammen mit Sabina Stücker das Tanzfestival „638 Kilo Tanz“ in Essen.

Yara Eid
Yara Eid erhielt ihre Tanz- und Ballettausbildung in Syrien und machte ihren Bachelor in Tanz 2007 an der Universität in Damaskus. Direkt im Anschluss unterrichtete sie selbst an der Universität und tanzte und choreographierte in zahlreichen Produktionen in Syrien. In ihren Jahren am Opernhaus in Damaskus arbeitete sie mit namenhaften Choreographen und Kompanien u. a. mit der Sascha Walz Dance Company (Deutschland/Berlin), der Sara Bebe Holmes Company (USA), der Mancopy Dance Company (Dänemark) und der BNF Dance Company (Kolumbien) sowie mit Herietta Horn (Deutschland/Essen), Hela Fattoumy und Mercy Christine (Frankreich). Aktuell besucht Yara Eid die Folkwang Universität der Künste und macht dort ihren Master in Pädagogik.

Silvia Weiskopf
Die 1980 in Mainz geborene Schauspielerin absolvierte ihr Studium von 2002 bis 2006 an der Schauspielschule Bochum. In der Jahrgangsabschluss-Inszenierung, die 2005 am Schauspielhaus Bochum gezeigt wurde, spielte sie die Hermia in Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“. 2006 trat sie ihr erstes Gastengagement an: Unter der Regie von David Bösch wirkte sie am Schauspielhaus Zürich als Adine in “Der Streit” mit. Ihr erstes Festengagement erhielt sie 2006 bis 2008 am Schauspiel Leipzig. Danach folgten zwei Jahre am Theater Bielefeld. Seit Beginn der Spielzeit 2010/2011 ist Silvia Weiskopf Ensemblemitglied am Schauspiel Essen.
„reTURN“ ist ihre zweite Produktion mit der Choreographin Jelena Ivanovic.

 

Titelfoto und Bilderstrecke: Karina Ter Ovanesova

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